Allgemeines zum Unterricht
Ob Western- oder Englisch Reiten, ob Sport- oder Freizeitreiten, eigentlich spielt es überhaupt keine Rolle welchen Reitstil man wählt und welche Ambitionen man hat, denn alle Ausbildungsmethoden sollten das gleiche Ziel haben: nämlich aus Pferd und Reiter ein Team zu machen, das sich mit feinsten Signalen verständigen kann und zusammen harmoniert. Und dies ohne Gewalt und Zwang!
Doch damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss man sich bei der Wahl der richtigen Reitschule sehr genau umschauen. Zum guten Reiten gehört nicht nur die Technik zu kennen, sondern vor allem die Versrtändigung und das Verständnis für das Wesen Pferd. Die Grundlagen einer jeden Reitausbildung müssen stimmen und dazu gehört weitaus mehr als nur eine Reitstunde pro Wochen auf dem schon bereitgestellten Schulpferd! Nur wer auch sonst gern und lang im Stall ist, wird eine Menge über die Pferde und deren verhalten lernen können.
Egal für welche Reitschule mann sich entscheidet, man sollte immer auf folgendes achten, damit man sicher sein kann, dass die Reitschüler und vorallem die Pferde sich wohl fühlen:
Dies sind die wichstigsten Punkte, die bei der Suche des richtigen Reitbetriebs helfen, doch sind sie leider meist nicht an der Tagesordnung.
Einige Betriebe haben immer noch die Einstellung, das die Pferde ihr Futter verdienen müssten, an Futter und Einstreu wird oft gespart. Die Pferde sind ungepflegt (was nicht mit struppigem Winterfell und Dreck vom herumtollen auf der Weide verwechselt werden darf), nicht selten sogar zu mager, haben viel zu lange kappute Hufe, zum Teil sogar Wunden und Druckstellen. Viele Schulpferde müssen täglich Stunde für Stunde laufen, nicht selten mit unpassenden Sätteln, Zäumen und Trensen. Den Rest verbringen sie dann in einer dunklen Gitterbox und von der Weide können sie nur träumen. Solche Tiere sind dann meist aggressiv, neigen zum schlagen und beissen, oder stehen aphatisch herum. Sätze wie: "es sind ja NUR Schulpferde" hört mann leider auch heute immer wieder. Ob angesehener Sportstall oder kleiner Privatbetrieb, solche Zustände sind leider nicht selten und dürfen auf keinen Fall unterstützt werden!
Schauen sie sich den Reitbetrieb genau an, auch unangemeldet, fragen sie nach.
Ein seriöser Betrieb wird ihnen gerne Fragen beantworten und ihnen alles zeigen auch "hinter den Kulissen".
Natürlich kann auch mal in einem guten Betrieb etwas schief oder an einem Tag alles drunter und drüber gehen. Doch sind die Pferde gut gepflegt und genähret, sind sie freundlich und neugierig so ist das schon mal ein gutes Zeichen. Werden die obengenannten Punkte erfüllt und ist der Umgang mit Mensch und Tier fair und freundlich, ohne Gewalt und Rumgebrüll, so steht dem Reitenlernen eigentlich nichts mehr im Wege.